IT-SPEZIALISTEN HABEN AUF DEM ARBEITSMARKT BESTE AUSSICHTEN

Die Corona-Krise hat einen Digitalisierungsschub in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft ausgelöst – und macht IT-Fachkräfte noch begehrter. Wer erfolgreich ein Informatik-Studium abschließt, hat auf dem Arbeitsmarkt beste Chancen. IT-Profis sind nicht nur in der IT-Branche gefragt, sondern auch in den Anwenderbranchen.

Die IT-Branche zählt zu den größten Arbeitgebern in Deutschland – mehr als eine Million Menschen arbeitet im Bereich der Informationstechnologie, Telekommunikation oder Unterhaltungselektronik. Damit positioniert sich die Branche deutlich vor Maschinenbau, Automobil- und chemischer Industrie. Alle Branchen eint eine große Sorge: Es fehlt an IT-Nachwuchs.

Die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft macht IT-Profis nicht nur in der Kernbrache, sondern auch in den Anwenderbranchen unentbehrlich. Mit der Digitalisierung verändern sich Prozesse, Produkte und ganze Geschäftsmodelle in Unternehmen – und zugleich entstehen neue, anspruchsvolle Berufsbilder. Besonders in wertschöpfungsintensiven Bereichen wie dem Finanzsektor, im produzierenden Gewerbe oder in der Logistik haben IT-Fachkräfte beste Aussicht auf gute Jobs und lukrative Gehälter.

Gutqualifizierte können mittlerweile oft zwischen mehreren interessanten Job-Angeboten wählen. Seit Jahren spitzt sich der IT-Fachkräftemangel zu. Ende 2020 blieben 86.000 Stellen unbesetzt – zwar waren das weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Aber der Befund ist eindeutig: Sieben von zehn Unternehmen (70 Prozent) beklagen einen Mangel an IT-Fachkräften. Und sechs von zehn (60 Prozent) befürchten, dass sich das Problem in Zukunft weiter verschärfen wird. Ein Grund ist der Digitalisierungsschub, den die Corona-Pandemie ausgelöst hat. Aber der Mangel ist auch strukturell bedingt: Es entscheiden sich einfach viel zu wenige junge Menschen für ein Informatikstudium. Zwar steigt die Zahl der Absolventinnen und Absolventen – 2019 waren es knapp 29.000. Aber das reicht nicht einmal, um die jährlich etwa 40.000 neu hinzukommenden Jobs in der ITK-Branche zu besetzen.

Speziell für Frauen ist die Arbeitsmarktlage in IT-Berufen spannend und aussichtsreich, denn viele Unternehmen suchen gezielt nach weiblicher Verstärkung in IT-Positionen. In der ITK-Branche ist nur jede sechste IT-Fachkraft weiblich (17 Prozent). Im Top-Management liegt der Frauenanteil sogar bei lediglich 7 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil unter den eigenen IT-Spezialisten zu steigern. Angesichts der knappen Auswahl weiblicher Bewerber ist das ein ambitioniertes Ziel.

Unabhängig von der angespannten Fachkräftesituation stellen Unternehmen in der Regel hohe Ansprüche an die formale Qualifikation von Bewerberinnen und Mitarbeitern. Neben der fachlichen Qualifikation achten Personalverantwortliche im Bewerbungsprozess selbstverständlich auch auf soziale und persönliche Kompetenzen. Ob als Softwareentwicklerin, Systemingenieur oder IT-Beraterin: Von den Absolventinnen und Absolventen werden Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke verlangt. Gute Englischkenntnisse sind in der Regel ebenfalls ein Muss. Und wer bereit ist, sich stetig weiterzubilden, dem stehen auch langfristig auf dem IT-Arbeitsmarkt, auf dem immer neue Berufsbilder entstehen, alle Türen offen.

Ich wünsche Ihnen viele Anregungen und neue Erkenntnisse beim Lesen dieser Publikation.
Achim Berg, Bitkom-Präsident

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