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Die Trends zu mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung werden Corona überdauern

Liebe Studierende, liebe Berufseinsteigerinnen und -einsteiger, liebe Young Professionals!

Die gute Nachricht zuerst: Es gibt ein Leben nach der Corona-Pandemie! Eine Investition in Bildung lohnt immer, auch und gerade in Krisenzeiten. In vielen Unternehmen ruht der Regelbetrieb, aber Zukunftsthemen werden weiter vorangetrieben. In der Automobilindustrie etwa wird weiter unter Hochdruck am autonomen Fahren, alternativen Antrieben und vernetzter Produktion gearbeitet. Denn wer bei der Digitalisierung abgehängt wird, hat es schwer wieder aufzuholen.

Manche Wirtschaftszweige werden schon totgesagt, aber in vielen Bereichen wird nach der Krise wieder Normalität einkehren. Welche Veränderungen dauerhaft sein werden, bleibt erstmal offen. Es gilt: Auf Sicht fahren. Vielleicht wird künftig wirklich weniger geflogen, aber emissionsärmere Flugzeugantriebe werden trotzdem gebraucht. Deutlich sicherer erscheint der Kohleausstieg, doch auch in der Kohleverstromung sind Effizienzgewinne weiterhin erwünscht – auch im Ausland. Auf dem Weg, die Klimaziele zu erreichen, müssen insbesondere die alten Technologien modernisiert werden. Innovative Ideen und engagierte Beschäftigte sind in allen Branchen gefragt. Fachkräftenachwuchs wird überall benötigt, denn die Renteneintritte der Babyboomer-Generation in den nächsten 5 bis 15 Jahren werden für viele offene Stellen für Berufseinsteiger sorgen. Diese demografische Entwicklung dürfte für Ihr Berufsleben auf Dauer deutlich relevanter sein als die aktuelle Corona-Pandemie.

Es schadet trotzdem nicht, den eigenen Bildungsweg an aktuelle Entwicklungen anzupassen. Denn der Arbeitseinstieg entscheidet mit über die berufliche Karriere. Wie so häufig im Leben ist dabei Evolution statt Revolution gefragt. Eine solide methodische Grundausbildung hilft Ihnen, ihre fachliche Spezialisierung später anzupassen und sich in neue Gebiete einzuarbeiten. Aktuelle Arbeitsmarktzahlen zeigen uns, dass es weiterhin einen großen Bedarf an Hochqualifizierten beispielsweise für Elektrotechnik, Automatisierung, regenerativer Energietechnik oder Informatik gibt. In diesen Berufen hat sich die Arbeitsmarktlage durch den Lockdown auch bislang nur geringfügig verändert. In der Industrie, in der viele Techniker unterkommen, sehen wir aktuell zwar einen starken Anstieg der Kurzarbeit, anders als in anderen Branchen jedoch kaum Entlassungen. Nach Jahren des Fachkräftemangels gilt in vielen Unternehmen die Devise, Mitarbeiter zu halten. Und wenn doch mal ein Arbeitsplatz verloren geht, gibt es viele Unternehmen die Arbeitskräfte mit gefragten Qualifikationen später wieder aufnehmen. Machen Sie sich also nicht vom Schicksal eines einzelnen Arbeitgebers abhängig, sondern investieren Sie in Kompetenzen und Fähigkeiten, die gefragt sind.

Doch wie finden Sie raus, was gerade gefragt ist? Nutzen Sie zum Beispiel die Studien und interaktiven Karten vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (www.kofa.de), die Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit oder die QuBe Projektionen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Grübeln Sie aber nicht zu lange über einem Masterplan, sondern probieren Sie sich frühzeitig aus. Machen Sie Praktika! Dabei lernen Sie auch stets viel über sich selbst und was zu Ihnen passt. Vernachlässigen Sie in Ihrer Entwicklung nicht Ihre Softskills, denn die werden immer wichtiger. Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Selbstständigkeit sind gefragt. Üben Sie komplizierte Zusammenhänge einfach zu erklären und ihr Team bei Ihrer Arbeit mitzunehmen. Sprechen Sie mit Auszubildenden, Beschäftigten, Freunden und Bekannten über mögliche Karrierepfade und finden Sie heraus, was zu Ihnen passt. Machen Sie es mit Bildungsweg und Karriere wie ein Pilot bei der Landung: Haben Sie Ihr Ziel fest im Blick, aber wenn der Wind dreht, passen Sie Ihren Kurs frühzeitig an. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der erfolgreichen Landung in Ihrem Traumberuf.

Alexander Burstedde
Referent für Berufliche Bildung und Fachkräfte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und
Fachkräftemangel-Experte am Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA)
Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (IHK)
Master of Science in Economics

 

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