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INGENIEURE ON DEMAND?


Liebe Studierende
und Young Professionals!

 

„Haben Sie vergangene Woche ferngesehen? Vermutlich ja – aber vermutlich nur Ausgewähltes – wir haben ja auch Wichtigeres zu tun. Trotzdem dürften die meisten von Ihnen nach manch einem TV-Abend ebenso irritiert sein wie ich. In fast jedem Spielfilm und in so gut wie jeder Serie arbeiten die Protagonisten als Ärzte, Sanitäter, Lehrer, Anwälte, Polizisten oder Politiker – auch Restaurantbesitzer, Hoteliers und Immobilienmakler sind dabei. Und die Ingenieure? Neben den in die Jahre gekommenen Scotty und später Geordi La Forge, dem ergrauten (und nur bedingt ersetzten) „Q“ bei James Bond, dem mittlerweile veralteten Tüftler MacGyver oder den eher mäßig lustigen Nerds bei Big Bang Theory ist kaum etwas zu finden.

Doch woran liegt das? Ingenieur, das belegen die im vergangenen Jahr erschienene Trust in Professionals Studie der GfK, gehört zu den Top Ten der vertrauenswürdigsten Berufe. Das Renommee ist sogar besser als das von Lehrern oder Polizisten. Statistiken des VDE belegen zudem, dass sich der Tätigkeitsbereich eines Elektroingenieurs vor allem durch folgende Charakteristika auszeichnet: Er ist abwechslungsreich und spannend, nützlich für die Gesellschaft und bietet eine intellektuelle Herausforderung.

Dass wohl immer wieder entsprechende Sendungen angedacht, aber letztlich kaum „Ingenieure-Filme und -Serien“ produziert werden, mag vielleicht an der zunehmenden Vielfalt unserer Aufgaben liegen. Wo sollte ein ingenieurwissenschaftlicher „Held“ auch arbeiten? In der Nachrichtentechnik, in der Automatisierungstechnik, in der Mechatronik oder eher in der Medizintechnik? Entwickelt sein Team alternative Antriebsmotoren oder doch eher integrierte Schaltungen?

Ingenieure beschäftigen sich eben nicht mit einzelnen Patienten, einer Schulklasse, einem Hotel oder einem zügig zu lösenden Fall. Und es gibt nicht das „nur“ eine Problem, das es zu überwinden gilt. Es gibt eine Vielzahl davon. Ingenieure bewegen uns zwischen so unterschiedlichen Teilaufgaben und Projekten, dass sie schwer in 45 oder 90 Minuten zu pressen sind. Ihre Art zu forschen, zu entwickeln, Prozesse zu initiieren und Ziele zu erreichen ist komplex und damit schwer darstellbar. Und sie ist teamorientiert wie bei kaum einer anderen Branche. Im Unterschied zu den „Erlebnissen“ vieler anderer, „fernsehtauglicher“ Berufsgruppen entwickeln Ingenieure mit Weitsicht und – mit Ausnahme von Einzelfällen – kontinuierlich. Aber wir arbeiten vielleicht auch ein wenig auf zu leisen Sohlen.

„Bescheidenheit ist eine Zier“. Der Sinnspruch mag ja durchaus seine Weisheit haben. Sicher stimmt aber auch seine zweite Zeile: „... aber weiter kommt man ohne ihr“. Sicher ist: Kein anderer Berufszweig bewegt so viel Verschiedenes wie die Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik!

Immerhin stellen alleine die Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik über alle Einsatzbereiche gerechnet jährlich mehr als 100.000 verschiedene Produkte und Systeme her! Und mehr als 50 Prozent der gesamten deutschen Industrieproduktion und über 80 Prozent unserer Exporte hängen von der deutschen IT- und Elektrobranche ab.

Im Unterschied zu den Darstellungen von Berufen in Film und Fernsehen ist es heute deutlich anspruchsvoller, ingenieurwissenschaftliche Innovationen zu entwickeln und zur Marktreife zu führen: Budgets müssen kalkuliert, Teams zusammen- und Projektpläne aufgestellt werden. Kundenwünsche sowie Marktanalysen müssen mit einbezogen und die Arbeit der Mitbewerber berücksichtigt werden. Doch trotz der Vielfalt und des Anspruchs sind und werden Ingenieure sich meiner Erfahrung nach immer treu bleiben. Sie sind und bleiben „Stars“ auf ihre Weise. Als Analytiker, als Techniker und meist auch ein wenig als Bastler. Und sie haben wie kaum eine andere akademische Berufsgruppe Spaß am Ergebnis.

Nicht nur am Ende Ihres Studiums bei Ihrer derzeit in der Regel sehr aussichtsreichen Suche nach einem passenden Aufgabenfeld, auch während Ihrer beruflichen Karriere werden Sie feststellen, was die Ingenieurgenerationen seit der Gründung des ersten Lehrstuhls festgestellt haben: Der Beruf macht schlicht Freude.

Damit das so bleibt, haben sich Ingenieure im VDE zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und natürlich auch, um uns und die Technik voranzubringen. Für Sie als Studierende, Berufseinsteiger und Young Professionals hält der VDE sein YoungNet parat. Im bundesweiten VDE YoungNet lernen die angehenden Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik bereits im Studium, Networking zu betreiben. Im VDE-Angebot fi nden Studierende und Absolventen nicht nur Tipps und Unterstützung für ein Praktikum oder den Berufseinstieg. Als Ergänzung zum Studium können sie auch Soft Skills wie Teamwork, Projektorganisation und -koordination, Zeit- und Finanzmanagement, Präsentieren oder Moderieren erwerben. Rund 8.000 Studierende und Young Professionals profi tieren bereits vom VDE-Netzwerk.

Ich möchte Sie heute deshalb zweifach einladen. Sich in diesem Heft zu informieren über Studium, Berufseinstieg und künftige Aufgabenfelder. Und andererseits verstärkt auch das YoungNet und den VDE zu nutzen. An kaum einer anderen Stelle werden Sie schon jetzt bestätigt fi nden, wie viel Freude es machen kann, Ingenieur zu sein. Auch bei dieser Entdeckungstour wünsche ich Ihnen viel Spaß..



Dr. Walter Börmann
Leiter VDE Kommunikation + Public Affairs





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